V1 Stellung Bois Carre

Im Herbst 1943 begannen die Deutschen 60 km. südlich von Calais mit dem Bau einer Startrampe für V1-Flugkörper in einem Wald, 1,5 km. ostwärts der Stadt Yvrench.

Eine ganze Reihe dieser einfachen Abschussbasen wurden über ganz Nordfrankreich verteilt errichtet. Die Flugkörper und sonstige Versorgungsgüter wurden mit der Eisenbahn von Produktionsanlagen aus Deutschland angeliefert. An der Abschussbasis angekommen, wurden die Flugkörper vorbereitet und von einer Betonrampe nach England abgefeuert. Das einfache Design und die geringe Größe dieser Abschussbasen war von den Deutschen bewusst gewählt worden, damit sie nicht die Aufmerksamkeit alliierter Bomber auf sich ziehen.

Da die V1 während des Fluges nicht mehr kontrolliert werden, musste die Rampe direkt auf das Ziel ausgerichtet sein. Die Rampe in La Boissais zielte direkt auf das gut 200 km. entfernte London. Das Wissen um die Entfernung der Rampe vom Ziel war wichtig, denn die V1 stürzte zu Boden, sobald der Treibstoff ausging oder wenn eine Zeitschaltuhr die Brennstoffzufuhr abschaltete. Das System war zwar einfach, aber nicht sehr genau.

Der Standort der Abschussrampe war den Alliierten jedoch bekannt, weil Zeichnungen der Anlage über die französischen Baufirma und die Widerstandsbewegung schon bald London erreicht hatten. Die Anlage war von daher das Ziel zahlreicher Bombenangriffe zwischen Dezember 1943 und Juli 1944, als die Deutschen aufgrund des alliierten Vormarschs die Anlage aufgeben mussten.

Aufgrund der schweren Luftangriffe feuerten die Deutschen nicht eine einzige V1 aus dem Wald bei Yvrench.

Der ganze Wald hat heute starkes Unterholz, vor allem in den Sommermonaten; an manchen Stellen ist der Bewuchs so dicht, das es kein Durchkommen gibt. Im Wald findet man noch die Startrampe, die meisten Gebäude und viele Bombentrichter.

  Documented in RV Jones "Most Secret War". Draftsman working at the site copied the plans while a German supervising construction visited the toilet at the same time each day. The plans were smuggled out of France by Michel Hollard who founded the group Reseau AGIR. 

Guy Hosking

  Visiting this site is a surreal experience due to it being so heavily overgrown and not readily obvious from the road. There are no signs, just a wall of forrest visible.

I asked a professional guide - The Battlefield Experience - to take my brother and myself there in early October 2013 due to a family connection with one of the PR pilots who photographed it in 1943. Finding it as such is not difficult using google maps or gps coordinates if you know what you are looking for.

I find the lack of identifying signs disappointing in view of the site's well documented importance as the first identified by Operation Crossbow and the bravery of the resistance agents who smuggled out the drawings

Guy Hosking