U-Boot Stützpunkt Keroman

Im Juni 1940 besetzten die deutschen Lorient. Im Juli kamen bereits die ersten deutschen U-Boote nach Lorient , der Hafen war und blieb die ganze Zeit über die aktivste und größte U-Boot Basis der Deutschen.

Im November zog Admiral Dönitz in eine Villa in Lorient mit Blick auf den Hafen, nach dem britischen Angriff auf St. Nazaire 1942 zog er allerdings aus Sicherheitsgründen um nach Paris.

Nachdem im September 1940 die ersten alliierten Luftangriffe stattfanden, fingen die Deutschen an splittersichere Bunker für U-Boote zu bauen. Die so entstandenen Bunker wurden wegen ihrer charakteristischen Form „ Dombunker“ genannt. Sie wurden in Stahlbeton gegossen, waren 80 Meter lang und 16 Meter breit und hatten eine maximale Dicke von 1,5 Metern. Sie hatten Platz für ein U-Boot. Das U-Boot wurde aus dem Wasser mithilfe eines Wagens auf den Stapel verbracht.

Dies erwies sich allerdings nicht als effizient genug. Im Februar 1941 begannen die Deutschen deshalb den Bau eines U-Boot Bunker mit 5 U-Boot Boxen genannt Keroman I. Er hatte 400 x 145 Meter und war südlich der Dombunker gebaut er wurde 6 Monate später fertiggestellt.

Fast zeitgleich bauten die Deutschen flußaufwärts hinauf einen weiteren Bunker mit 2 Naßboxen der sogenannte Scorff-Bunker. Dieser Bunker hatte die Größe 145 x 50 Meter und ging im August 1941 in Betrieb.

Keroman war der Name der Halbinsel auf der die U-Boot Bunker gebaut wurden , deshalb erhielt der später gebaute Bunker den Namen Keroman II, sein Bau begann im Mai 1941 und hatte 7 Boxen.

Im Oktober 1941 begann man mit Keroman III der ebenfalls 7 Boxen hatte.

Keroman I und II waren Trockendocks wo U-Boot über Land wie schon bei den Dombunkern eingebracht werden konnten, Scorff und Keroman III hatten Wasserzugang.

Keroman III welcher der größte von allen war wurde 1944 fertiggestellt. Er hatte ein „Doppeldach“ wo der Boden aus 3,5 Meter Stahlbeton besteht und einem sogenannten Fangrost der im Abstand von 1 Meter war. Dieser hatte die Aufgabe die auftreffenden Bomben auf den Bunker detonieren zu lassen sodass nicht die volle Wucht das Bunkerdach trifft.

Im Sommer 1943 planten die Deutschen Keroman IV. Dieser Bunker wäre speziell für den neueste U-Boot Type XXI gewesen aber die massiven alliierten Bombenangriffe verzögerten den Bau und der Bunker wurde nie vollendet. Heute stehen da nur ein Teil der Aussenwände nordöstlich von Keroman II.

Nordwestlich der U-Boot Bunker war ein Munitionsdepot gebaut, es umfasste 6 Munitionsbunker für Torpedos, diese wurden allerdings nach dem Krieg alle entfernt.

Lorient war außerhalb von Deutschland, mit 30 schweren Bombenangriffen, eine der Städte, welche von den Alliierten am schwersten bombardiert wurde. Fast 95 % der Häuser wurden zerstört aber die Bunker erlitten keinen größeren Schaden, lediglich die Wasserversorgung und andere Lieferungen wurden erschwert.

Alle 15 000 Marinesoldaten blieben nach der Landung in der Normandie (D-day) auf dem Marinestützpunkt und verteidigten sich. Daraufhin umgingen die Alliierten Lorient und der Stützpunkt blieb bis 2 Tage nach Kriegsende in den Händen der Deutschen.

Erst am 10. Mai 1945 wurde also Lorient an amerikanische Truppen übergeben.