U-Verlagerung Quarz B9

Anfang 1944 hatten die alliierten die Luftherrschaft über Deutschland übernommen und die tägliche Bombardierung der großen deutschen Industriestädte begonnen. In dem bemühen, um sicherzustellen, dass die Produktion fortgesetzt werden kann, wurde ein teil der deutschen Kriegsindustrie an bestehende oder neue schächte und gruben in Süd-Deutschland und Österreich durchgeführt.

Bei der österreichischen stadt Roggendorf wurde im frühjahr 1944 eine alte SS-Kaserne umgewandelt in ein konzentrationslager für 15.000 gefangene. Das Lager wurde Melk genannt und die gefangenen wurden in 3-schicht-betrieb eingesetzt, sich in den Boden zu graben und zu bohren, um eine Fabrik von 65.000 m² zu errichten.

Die Anlage sollte von der Firma Steyr-Daimler-Puch AG verwendet werden, für die Produktion von Kugellagern der deutsche Rüstungsindustrie.

Alle firmen, die in den neu gebauten Bergwerke untergebracht waren, bekamen Codenamen von den Geologie und die Anlage von Roggendorf erhielt den Codenamen Quarz.

Die Häftlinge, die von KZ Mauthausen überführt wurden, wurde bis an die grenze phsysisch belastet und es wird geschätzt, dass etwa 5.000 von der Zwangsarbeit getötet wurden.

Im November 1944 errichtete die SS ein Krematorium im Lager auf Grund der hohen Sterblichkeit unter den gefangenen.

Der bau der Stollen wurde fortgesetzt bis Mitte April 1945. Erst als die US-amerikanischen und sowjetischen Truppen sich der Region näherten, wurde der Stollenbau eingestellt.

Die SS-Wachen hatten geplant, alle Arbeiter in der Mine in die Luft zu sprengen mit der gesamten Anlage. Dieser plan wurde nicht realisiert und statt dessen etwa 7.500 Häftlinge auf Todesmarsch nach Mauthausen geschickt. Alle gefangenen, die im Lager blieben, wurden ermordet.

Am 8. Mai 1945 kamen die sowjetischen Truppen zu dem unvollendeten Stollen und einem völlig verlassenen Konzentrationslager.

Nachdem die Tunnel und der Inhalt entleert wurden, versuchten die Sowjets sie zu sprengen. Es hat nicht funktioniert und nachdem sie das gebiet verlassen hatten waren die Tunnel frei verfügbar. Erst 1994 wurde der Eingang abgedeckt, aber wiederholt wurde er wieder ausgegraben.