Verteidigungsbereich Aalborg

Am 9. April 1940 um 06:30 Uhr besetzten deutsche Truppen den Flughafen von Aalborg, der nur zwei Jahre zuvor erbaut worden war. Zum ersten Mal in der Geschichte kamen dabei Fallschirmjäger zum Einsatz, um den Angriff anzuführen. Die deutschen Einheiten setzten sich dort fest und bereits am folgenden Tag, den 10. April 1940, wurden vom Flugplatz schon mehr als 50 Transportflugzeuge eingesetzt. Die Deutschen benötigten diesen Flugplatz in Aalborg dringend, um die Versorgung ihrer kämpfenden Einheiten in Norwegen sicherzustellen. Sie begannen deshalb sofort mit dessen Ausbau und bereits am 13. Juli 1940 war die erste von zwei neuen Betonpisten einsatzbereit. Später kamen 19 Holzbaracken, Gebäude, Verteidigungsbunker sowie Flakbatterien (Flugabwehr) hinzu.

Die Deutschen waren wie immer auf Gründlichkeit bedacht und setzten bis zu 16.000 Arbeiter zur Einrichtung dieser Anlage ein. Zum Zeitpunkt der Befreiung bedeckte der Flugplatz eine Fläche mehr als 30 Quadratkilometern; über 270 landwirtschaftliche Betriebe waren dafür gewaltsam beschlagnahmt und deren Besitzer vertrieben worden.

Der Flugbetrieb während des Krieges beinhaltete den Nachschub- und Truppentransport von und nach Norwegen. Darüber hinaus erfolgten von dort Operationen der maritimen Aufklärung über der Nordsee, Jagdschutz für Luftangriffe gegen Nordengland und Schottland sowie die Unterstützung der deutschen Nachtjäger bei Einsätzen und Übungen. Die Basis wurde von der Royal Air Force im April 1940 erfolglos angegriffen. Man wollte damit verhindern, dass weiterhin deutsche Truppenverstärkungen nach Norwegen gelangten.

Viele der alten Gebäude und Anlagen stehen momentan innerhalb der Umzäunung des modernen Flughafens und sind deshalb nicht öffentlich zugänglich.